Schnellender Finger
Operation der Springfinger-Krankheit in Tirol
Die Beugesehnen der Finger werden durch die sogenannten Ringbänder an die Knochen der Hand fixiert. So können sie die Greifkraft der Muskeln perfekt auf die Finger übertragen. Kommt es jedoch zu einem Anschwellen einer Sehne (zB durch Überbelastung), gleitet diese nicht mehr problemlos durch das enge Ringband, sondern springt erst bei größerer Kraftanstrengung durch den engen Kanal. Dies führt zu Schmerzen und manchmal dauerhaften Bewegungseinschränkungen. Zudem entsteht ein Teufelskreis, weil der schnellende Finger durch die mechanische Reizung am Ringband weiter anschwillt und die Beschwerden verstärkt.
- Ambulant oder stationär: ambulant
- Dauer der Operation: 15 Minuten
- Art der Betäubung: Dämmerschlaf oder örtliche Betäubung
- Ab wann kann man wieder arbeiten: Bürojob 1-3 Tage nach der OP, sonst 2,5 Wochen nach der OP
- Narben: nach ca. 6 Wochen meist kaum mehr zu sehen
- Sport: ca. 3 Wochen nach der OP
- Kontrollen: 2 Wochen nach der OP
Wie wird ein schnellender Finger diagnostiziert?
Ein schnellender Finger wird mit einer klinischen Untersuchung bei PD Dr. Riml festgestellt. Meist sind keine weiteren Untersuchungen erforderlich.
Wie wird ein schnellender Finger behandelt?
In leichten Fällen kann Schonung der Hand und eine vorübergehende Ruhigstellung des schnellenden Fingers mit einer Schiene, sowie die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten helfen. Wenn eine Operation aktuell nicht in Frage kommt (zB bestehende Schwangerschaft oder kurz zurückliegende schwere Erkrankungen), ist eine Kortison Injektion zu diskutieren.
In den meisten Fällen ist bei einem schnellenden Finger jedoch eine Operation zu empfehlen. Dabei wird in örtlicher Betäubung oder Dämmerschlafnarkose das einengende Ringband gespalten und die Sehne befreit (Tenolyse). Da jeder Finger über mehrere Ringbänder verfügt, ist die Spaltung eines einzelnen Bandes kein Problem für die Handfunktion.